• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8

Das Objekt des Monats ...

... Juni 2024 ist der mit Wirkung vom 27. September 1921 patentierte Transformatorschutz für den in Kassel wohnenden Maschinenbauingenieur und auf Wasserbau spezialisierten Max Buchholz.

Überströme und Überspannungen, die Wicklungen von Transformatoren und Drosselspulen beschädigen können, lassen sich im Netzbetrieb eines durch Freileitungen gespeisten Umspannwerkes nie ganz vermeiden. Einem Transformator, der z. B. während eines Gewitters durch Blitzeinschlag in die Freileitung oder die Schaltanlage automatisch vom Netz abgetrennt wurde, sieht man aber von außen meistens nicht an, ob er beschädigt wurde. Max Buchholz, Gründungsmitglied des VDE Kassel in 1922, war Vorstand des "Preußischen Maschinenbauamts Kassel", welches für die Planung und den Bau der maschinen- und elektrotechnischen Einrichtungen für die Eder- und Diemeltalsperre noch kurz vor dem 1. Weltkrieg gegründet wurde. Bei seiner Arbeit fielen ihm die relativ häufigen Transformatorenschäden auf, meist verursacht durch Gewitter. Er untersuchte sie genau und erkannte, dass durch die große Hitze der Lichtbögen sowohl die lsoliermaterialien an den Wicklungen – meist der Oberspannungsseite – zerstört wurden als auch das isolierende Trafoöl verdampfte. Hierbei können auch größere Mengen von Gasen freigesetzt werden. Entscheidende Denkanstöße zur Lösung des Problems erhielt er, wie die Chroniken berichten, zufällig in der Badewanne sitzend. Er unterhielt sich hierüber mit einem Mitarbeiter und der brachte ihn auf die richtige Lösung, welche sich im Lauf der folgenden Jahre weltweit durchsetzte.

Wenn auch die nach Klick auf den Button "Weiterlesen" erscheinende Zeichnung dem Inhalt eines Vortrags von Max Buchholz vor den Mitgliedern des Hessischen Bezirksvereins Deutscher Ingenieure (heute der Nordhessische BV des VDI) und des Elektrotechnischen Vereins Kassel (heute der VDE BV Kassel) am 7. März 1933 entstammt, ist sie vermutlich viel älter und wurde zur Herstellung der ersten Schutzgeräte verwendet. Anhand dieser Abbildung lässt sich die Wirkungsweise für den Transformatorschutz beschreiben:

Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL ...

... befindet sich im Henschel-Werk II. Das Henschel-Werk Rothenditmold ist eine der wenigen industriellen Fabrikanlagen, in der große Teile der Originalsubstanz erhalten sind. Die historische Zeitspanne reicht von den ersten Hallenbauten 1870 über die Ausbauphase der vorvergangenen Jahrhundertwende bis zu einem hervorragenden, wenn auch kleinen Objekt der 1960er Jahre. Das Werk Rothenditmold repräsentiert prototypisch Architektur, Nutzung und Schicksal älterer Fabrikareale - es ist eine der ältesten als Ensemble noch erhaltenen Lokomotiv-Produktionsstätten dieser Art in Deutschland. Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL hat das Ziel, Produkte, Technologien und Innovationen aus Kassel und Nordhessen zu sammeln, auszustellen und in den historischen Kontext zu stellen. Dazu gehört auch die Durchführung von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen. In unserem Archiv bewahren wir zeitgenössische und aktuelle Literatur auf und wir widmen uns der Digitalisierung von alten Zeichnungen Kasseler Betriebe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bitte beachten, dass unsere Halle 9 mit der 44er Dampflok, den Straßenbahnen sowie einem Teil des Feuerwehr-Löschzugsn momentan nicht besucht werden kann.

Weitere Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie hier.

 

Kontakt

Technik-Museum Kassel Betreiber gGmbH
Wolfhager Str. 109
34127 Kassel
0561-86190400
museum@tmk-kassel.de

Unsere Öffnungszeiten

Mi - Fr  13 - 17 Uhr
Sa & So 11 - 17 Uhr

Unsere Ausstellungshalle ist nicht geheizt, im Winterhalbjahr bitte entsprechend kleiden.

An folgenden Feiertagen ist das Technik-Museum von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet:

Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingst-Sonntag, Fronleichnam und Tag der Deutschen Einheit.