Sammlungsgebiet Medizingeschichte und -technik

Die Geschichte der Medizin berichtet von den durch Krankheit verursachtem Leid der Patienten in den vergangenen Jahrhunderten bis heute und den therapeutischen Bemühungen, dieses Leid zu lindern oder im besten Fall eine Heilung des Patienten zu erreichen. Die in der Ausstellung gezeigten Exponate können diesen schwierigen, oft von Irrtümern begleitenden Weg der Medizingeschichte anschaulich von der Antike mit Aderlass und Klistier bis zur heutigen Hochleistungsmedizin erfahrbar machen.
Wenngleich einige der gezeigten Objekte mit einem gewissen Gruselfaktor behaftet sind, so sollte man sich dessen bewusst sein, das Glück zu haben, dass die meisten Erkrankungen, die für unsere Vorfahren meist den Tod oder lebenslanges Leid bedeuteten, durch die Entwicklung der Medizin heute erfolgreich behandelt oder auch geheilt werden können.

Text: Dr. Horst Haferkamp

Bilder und Bildmontagen: Wolfgang Dünkel

(last update 04.07.2020)

Franz Kuhn - Anästhesie und Sterilcatgut

Das Objekt des Monats Juni 2021, liebe Besucherinnen und Besucher, war die Vorstellung des Chirurgen Franz Kuhn und seiner Leistungen für die moderne Anästhesie und das sterile Nahtmaterial.

Franz Kuhn (12.10.1866 – 28.03.1929), s. Abb. 1, war der erste Chirurg im 1899 eröffneten Elisabeth-Krankenhaus in Kassel. Er gilt international als der Begründer der modernen Anaesthesie (Narkose), da er die Intubationsnarkose, d. h. Einführen eines Beatmungstubus in die Luftröhre, entwickelte, um dadurch eine gesicherte Narkose, sei es mit Aether oder auch Chloroform zu ermöglichen (Erstpublikation 1903). Die heutigen Tuben sind aus Gummi oder Latex hergestellt, Kuhn verwandte einen flexiblen Metallschlauch, der durch den Kehlkopf in die Luftröhre eingeführt wurde. Heute sind diese Tuben von einem aufblasbaren Ballon umgeben, sodass während der Operation keine Flüssigkeit, z. B. Blut oder Erbrochenes, in die Luftröhre eindringen kann. Kuhn löste dieses Problem, indem er den Rachen um den Tubus herum mit Mull ausstopfte.

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Narkosegerät Cicero

Narkosegerät Cicero als modernstes Gerät einer Serie der Fa. Dräger, Lübeck

Text: Dr. Horst Haferkamp

Bild: Wolfgang Dünkel

Prüfkoffer Narkosegeräte

Prüfkoffer für Narkosegeräte der Fa. Dräger, Lübeck

Text: Dr. Horst Haferkamp

Bild: Wolfgang Dünkel

Narkosegerät Romulus

Narkosegerät Romulus mit Beatmungsgerät (Pulmomat) der Fa. Dräger aus 1960

Text: Dr. Horst Haferkamp

Bild: Wolfgang Dünkel

Kontakt

Technik-Museum Kassel e.V.
Wolfhager Str. 109,
34127 Kassel
0561-86190400
museum@tmk-kassel.de

(last update 09.10.2020)

Unsere Öffnungszeiten

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Mittwoch – Freitag: 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 – 17:00 Uhr

an Feiertagen: 11:00 -17:00 Uhr

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Winter vom 1. November - 31. März
Mittwoch – Freitag: 13:00 – 16:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 – 16:00 Uhr

an Feiertagen: 11:00 - 16:00 Uhr

letzter Einlass 15:20 Uhr

Unsere Ausstellungshalle ist nicht geheizt, im Winterhalbjahr bitte entsprechend kleiden

(last update 09.10.2020)

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